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Google-Unternehmensprofil

Wie optimiere ich mein Google-Unternehmensprofil richtig?

Ein Google-Unternehmensprofil ist gut gepflegt, wenn jedes Feld stimmt und ausgefüllt ist: echter Firmenname, die genaueste Hauptkategorie, Einzugsgebiet, aktuelle Öffnungszeiten, Leistungen als Liste, eigene Fotos und eine Beschreibung, die typische Kundenfragen beantwortet. In die Beschreibung gehören keine Preise, Angebote oder Links. Das frühere Feld für Fragen und Antworten gibt es nicht mehr.

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Das Profil als Visitenkarte in Suche, Karte und KI

Das Google-Unternehmensprofil ist der kostenlose Eintrag Ihres Betriebs bei Google. Früher hieß es „Google My Business“. Aus diesem Eintrag stammt, was Menschen über Ihren Betrieb sehen, wenn sie Ihren Namen suchen oder in Google Maps nach einem Dachdecker in ihrer Nähe schauen: Adresse, Telefonnummer, Öffnungszeiten, Fotos, Sterne und Bewertungen.

Für viele Kunden ist das Profil der erste Kontakt mit Ihrem Betrieb, noch vor der Website. Oft ist es auch der einzige. Wer am Handy „Dachrinne undicht“ und seinen Ort eingibt, tippt auf einen der Betriebe in der Karte und ruft an. Die Website sieht er nie.

Dazu kommt die KI. In Google Maps beantwortet nach unserem Stand inzwischen der Assistent Gemini Fragen zu einem Betrieb, und zwar aus den Profilangaben, den Bewertungen und der Website. Was im Profil fehlt, kann dort nicht in einer Antwort stehen. Bei lokalen Anbietern sind das Profil und die Bewertungen deshalb der größte Hebel für die Sichtbarkeit.

Die gute Nachricht: Das Profil gehört zu den wenigen Dingen, die Sie vollständig selbst in der Hand haben. Es kostet nichts außer Zeit. Die folgenden Kapitel gehen die Felder in der Reihenfolge durch, in der Sie sie bearbeiten sollten.

Inhaberschaft und Zugang klären

Bevor Sie ein Feld ändern, klären Sie, wer das Profil verwaltet. Das ist erstaunlich oft unklar. Der Eintrag wurde vor Jahren vom Neffen angelegt, von einer früheren Agentur oder von einem Mitarbeiter, der nicht mehr im Betrieb ist. Manchmal hat Google den Eintrag selbst aus öffentlichen Daten erzeugt, und niemand hat ihn je übernommen.

So schaffen Sie Ordnung:

  1. Suchen Sie Ihren Firmennamen bei Google, während Sie mit dem Google-Konto des Betriebs angemeldet sind. Verwalten Sie das Profil, sehen Sie über den Suchergebnissen die Bearbeitungsfelder.
  2. Sehen Sie nichts, steht im Profil ein Hinweis wie „Inhaber dieses Unternehmens?“. Darüber beantragen Sie den Zugang. Google prüft dann, ob Sie wirklich zum Betrieb gehören.
  3. Legen Sie fest, dass das Profil auf einem Konto des Betriebs liegt, nicht auf dem privaten Konto einer einzelnen Person.
  4. Geben Sie Dienstleistern nur eine Verwalterrolle. Die Inhaberschaft bleibt beim Betrieb. So behalten Sie das Profil mit allen Bewertungen, wenn eine Zusammenarbeit endet.

Prüfen Sie bei der Gelegenheit, ob es Ihren Betrieb doppelt gibt. Zwei Einträge für dieselbe Firma teilen die Bewertungen auf und verwirren Kunden. Doppelte Einträge lassen sich bei Google melden.

Name, Adresse, Einzugsgebiet und Zeiten

Firmenname

Tragen Sie den Namen so ein, wie er auf Ihrem Firmenschild, Ihrem Briefpapier und im Impressum steht. Zusätze wie „Dachdecker Müller, bester Dachdecker Karlsruhe, Notdienst“ sind nach den Richtlinien von Google nicht zulässig und können dazu führen, dass das Profil gesperrt wird. Leistungen und Orte gehören in die dafür vorgesehenen Felder.

Adresse und Einzugsgebiet

Kommen Kunden zu Ihnen, etwa in eine Kfz-Werkstatt oder ein Bäderstudio, zeigen Sie die Adresse an. Fahren Sie zu den Kunden und empfangen niemanden im Betrieb, wie die meisten Dachdecker, Elektriker und Installateure, blenden Sie die Adresse nach den Richtlinien von Google aus und geben stattdessen ein Einzugsgebiet an. Tragen Sie dort die Orte ein, in denen Sie wirklich arbeiten. Ein übertrieben großes Gebiet bringt Sie in der Karte nicht nach vorn, denn dort zählt vor allem die Entfernung zum Suchenden.

Telefon und Website

Die Telefonnummer ist dieselbe wie auf Ihrer Website. Als Website tragen Sie die Seite ein, die am besten zum Profil passt. Bei einem Betrieb mit einem Standort ist das die Startseite, bei mehreren Standorten die jeweilige Standortseite.

Öffnungszeiten

Kunden ärgern sich über einen Betrieb, der laut Google geöffnet hat und nicht ans Telefon geht. Tragen Sie die Zeiten ein, zu denen Sie tatsächlich erreichbar sind. Für Feiertage, Betriebsferien und Brückentage gibt es Sonderöffnungszeiten. Ein Notdienst gehört nur dann ins Profil, wenn zu den genannten Zeiten wirklich jemand abhebt.

Kategorien und Leistungen

Die Kategorie sagt Google, was Ihr Betrieb ist. Sie wählen eine Hauptkategorie und bei Bedarf weitere. Zwei Regeln helfen bei der Auswahl.

Die Hauptkategorie so genau wie möglich. Gibt es neben „Bauunternehmen“ auch „Dachdecker“, und Sie decken Dächer, nehmen Sie „Dachdecker“. Die Hauptkategorie beschreibt das, womit Sie vor allem gefunden werden wollen.

Weitere Kategorien nur für das, was Sie wirklich anbieten. Google selbst rät zu so wenigen Kategorien wie möglich. Ein Dachdecker, der auch Zimmererarbeiten und Dachfenster anbietet, kann diese ergänzen. Wer zehn Kategorien sammelt, um überall aufzutauchen, verwässert sein Profil.

Ein Blick auf die Betriebe, die bei Ihren wichtigsten Suchen in der Karte vorn stehen, lohnt sich. Die Hauptkategorie steht in deren Profil direkt unter dem Namen. Weicht Ihre davon ab, sollten Sie prüfen, ob die andere besser passt.

Unter den Kategorien pflegen Sie Ihre Leistungen als Liste. Zu jeder Kategorie schlägt Google Leistungen vor, eigene können Sie ergänzen. Schreiben Sie hier konkret: nicht „Dacharbeiten“, sondern „Flachdach abdichten“, „Dachrinne erneuern“, „Dachfenster einbauen“, „Sturmschaden reparieren“. Jede Leistung kann eine kurze Erläuterung bekommen. Diese Liste ist der richtige Ort für alles, was in der Beschreibung nicht stehen darf.

Wo steht Ihr Betrieb bei Google und in der KI?

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Die Beschreibung: Antworten statt Werbung

Die meisten Betriebe lassen die Beschreibung leer oder füllen sie mit einem Satz wie „Ihr zuverlässiger Partner rund ums Dach“. Damit verschenken Sie das einzige Freitextfeld des Profils. Die Beschreibung wird von Kunden gelesen und von der KI-Antwortfunktion in Google Maps ausgewertet.

Nutzen Sie den Platz, um die fünf häufigsten Fragen Ihrer Kunden zu beantworten, in ganzen, einfachen Sätzen:

  • Spezialisierung: Was machen Sie vor allem, und für wen?
  • Einzugsgebiet: In welchen Orten arbeiten Sie?
  • Ablauf: Was passiert nach dem ersten Anruf?
  • Erreichbarkeit: Wann und wie erreicht man Sie am besten?
  • Typischer Auftrag: Was erledigen Sie am häufigsten?

Ein Beispiel für einen Dachdeckerbetrieb: „Wir sind ein Dachdeckerbetrieb aus Bruchsal und arbeiten für private Hausbesitzer und Hausverwaltungen. Unser Schwerpunkt sind Reparaturen, Flachdachabdichtungen und der Einbau von Dachfenstern. Wir sind in Bruchsal, Forst, Karlsdorf-Neuthard und Ubstadt-Weiher unterwegs. Nach Ihrem Anruf vereinbaren wir einen Termin vor Ort und sehen uns das Dach an. Danach erhalten Sie ein schriftliches Angebot.“

In der Beschreibung sind Preise, Angebote und Links nicht erlaubt. Das legt die Richtlinie von Google fest. Sätze wie „jetzt zum Aktionspreis“ oder eine Internetadresse im Text können dazu führen, dass die Beschreibung abgelehnt wird. Preise gehören in die Liste der Leistungen und auf Ihre Website.

Schreiben Sie die wichtigsten Angaben an den Anfang. Je nach Ansicht zeigt Google nur den Anfang und blendet den Rest hinter „Mehr“ aus.

Wegfall des Felds für Fragen und Antworten

Lange gab es im Profil einen Bereich, in dem jeder eine Frage stellen und jeder antworten konnte. Viele Anleitungen empfehlen bis heute, dort eigene Fragen samt Antworten einzutragen. Dieser Rat ist überholt. Nach unserem Stand hat Google das Feld Ende 2025 abgeschaltet. Seit März 2026 beantwortet in Google Maps die Funktion „Ask Maps“ solche Fragen mit dem Assistenten Gemini.

Für Sie ändert sich damit der Ort, an dem Antworten stehen müssen. Fragt ein Nutzer in Maps „Repariert dieser Betrieb auch Flachdächer?“, sucht der Assistent die Antwort an drei Stellen:

  • in den Angaben des Profils, vor allem in Beschreibung und Leistungen,
  • in den Texten Ihrer Bewertungen,
  • auf Ihrer Website, am besten in einem Abschnitt mit Fragen und Antworten.

Typische Kundenfragen gehören deshalb in die Beschreibung, auf die Website und, soweit Kunden von sich aus darüber schreiben, in die Bewertungen. Wie Bewertungen entstehen, in denen Leistung und Ort vorkommen, lesen Sie unter mehr echte Google-Bewertungen bekommen.

Fotos, Beiträge und Antworten auf Bewertungen

Fotos

Zeigen Sie, was Kunden bei Ihnen erwartet: fertige Arbeiten, das Team bei der Arbeit, Fahrzeuge, die Werkstatt. Eigene Fotos vom Handy sind besser als gekaufte Bilder aus einer Datenbank. Ein Dachdecker kann nach jedem größeren Auftrag ein Bild des fertigen Dachs hochladen. So wächst das Profil nebenbei, und es ist erkennbar, dass der Betrieb aktiv ist. Holen Sie vorher das Einverständnis des Kunden ein, wenn sein Haus erkennbar ist.

Beiträge

Im Profil können Sie kurze Beiträge veröffentlichen, ähnlich wie in einem sozialen Netzwerk. Geeignet sind abgeschlossene Projekte, neue Leistungen, Betriebsferien oder offene Stellen. Ein Beitrag im Monat genügt, wenn er etwas Echtes zeigt.

Antworten auf Bewertungen

Antworten Sie auf jede Bewertung, auf freundliche wie auf kritische. Bedanken Sie sich und nennen Sie, was gemacht wurde: zum Beispiel „Danke für Ihre Rückmeldung, der Einbau der beiden Dachfenster in Forst hat auch uns Freude gemacht.“ Bei Kritik bleiben Sie sachlich, bieten ein Gespräch an und verzichten auf Rechtfertigungen. Ihre Antwort lesen vor allem künftige Kunden. Persönliche Daten des Kunden gehören nicht hinein.

Prüfliste für das gesamte Profil

Mit dieser Liste gehen Sie Ihr Profil einmal vollständig durch.

Google-Unternehmensprofil: Felder, richtige Pflege und häufige Fehler
FeldSo ist es richtigHäufiger Fehler
NameWie auf Firmenschild und im ImpressumSuchbegriffe und Orte angehängt
HauptkategorieDie genaueste, die zum Kerngeschäft passtAllgemeine Kategorie wie „Bauunternehmen“
EinzugsgebietOrte, in denen wirklich gearbeitet wirdGanzes Bundesland eingetragen
ÖffnungszeitenTatsächliche Erreichbarkeit, Feiertage gepflegtRund um die Uhr geöffnet, aber niemand hebt ab
LeistungenKonkrete Arbeiten in der Sprache der KundenLeer oder nur Oberbegriffe
BeschreibungAntworten auf die häufigsten KundenfragenWerbesatz, Preise, Angebote oder Links
FotosEigene, aktuelle Bilder von Arbeit und TeamNur das Logo oder gekaufte Bilder
BewertungenJede Bewertung sachlich beantwortetKritik bleibt unbeantwortet stehen
ZugangInhaberschaft beim Betrieb, Dienstleister als VerwalterProfil liegt auf einem fremden Konto

Grundlage: Richtlinien von Google für Unternehmensprofile, zusammengefasst in den BEG-Prüfpunkten, Stand 11.09.2026. Richtlinien zuletzt abgerufen am 10.10.2026.

Ein gepflegtes Profil ist ein Baustein unter mehreren. Wie es mit Leistungsseiten, Ortsseiten und Technik zusammenspielt, zeigt die Anleitung lokale SEO für Handwerker. Und wie Ihr Profil heute im Vergleich zu den Betrieben abschneidet, die in der Karte vor Ihnen stehen, zeigt der Sichtbarkeits-Check.

Häufige Fragen

Was kostet ein Google-Unternehmensprofil?

Das Profil selbst ist kostenlos. Google verlangt für das Anlegen und Pflegen kein Geld. Bekommen Sie einen Anruf, in dem jemand eine Gebühr für Ihren Google-Eintrag fordert oder mit der Löschung droht, stammt dieser Anruf nicht von Google. Kosten entstehen nur, wenn Sie zusätzlich Werbeanzeigen schalten oder die Pflege abgeben.

Darf ich Suchbegriffe in den Firmennamen schreiben?

Nein. Der Name im Profil muss dem tatsächlichen Namen Ihres Betriebs entsprechen, so wie er auf Firmenschild, Briefpapier und im Impressum steht. Angehängte Suchbegriffe oder Ortsnamen verstoßen gegen die Richtlinien von Google und können zur Sperrung des Profils führen. Leistungen und Orte tragen Sie in die dafür vorgesehenen Felder ein.

Warum darf ich in der Beschreibung keine Preise nennen?

Die Richtlinie von Google untersagt in der Beschreibung Werbung für Sonderaktionen, günstige Preise und Angebote sowie Links jeder Art. Die Beschreibung soll erklären, was Ihr Betrieb macht. Preise können Sie in der Liste der Leistungen und auf Ihrer Website nennen. Dort sind sie erlaubt und für Kunden leichter zu finden.

Wo beantworte ich Kundenfragen, seit es das Fragen-Feld nicht mehr gibt?

Nach unserem Stand hat Google das Feld für Fragen und Antworten Ende 2025 abgeschaltet. Fragen zu einem Betrieb beantwortet in Google Maps seit März 2026 die Funktion „Ask Maps“ aus Profilangaben, Bewertungen und Website. Typische Fragen beantworten Sie deshalb in der Beschreibung, in der Liste der Leistungen und in einem Fragen-Abschnitt auf Ihrer Website.

Soll ich meine Adresse im Profil anzeigen oder ausblenden?

Das hängt davon ab, ob Kunden zu Ihnen kommen. Eine Werkstatt, ein Ladengeschäft oder ein Studio mit Besuchern zeigt die Adresse. Ein Betrieb, der ausschließlich beim Kunden arbeitet und im Büro niemanden empfängt, kann die Adresse ausblenden und ein Einzugsgebiet angeben. In beiden Fällen gilt: Was im Profil steht, muss stimmen.

Wie oft sollte ich mein Google-Profil pflegen?

Die Stammdaten prüfen Sie bei jeder Änderung im Betrieb: neue Telefonnummer, Umzug, geänderte Zeiten, neue Leistung. Bewertungen beantworten Sie am besten zeitnah. Neue Fotos laden Sie hoch, wenn ein vorzeigbarer Auftrag fertig ist. Ein fester Termin im Monat, an dem jemand das Profil einmal durchsieht, reicht den meisten Betrieben aus.

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Wir prüfen, wo Ihr Betrieb bei typischen Kundensuchen bei Google, in Google Maps und in der KI steht, und wer stattdessen vorn steht.

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