Wie entscheiden ChatGPT, Gemini und Google, welchen Betrieb sie als besten Anbieter nennen?
Zuletzt geprüft am von BEG Solutions
Inhalt
- Keine Bestenliste, sondern öffentliche Quellen
- Der Weg von der Frage bis zum genannten Betrieb
- ChatGPT, Gemini und Google im Vergleich
- Bewertungstexte als Rohstoff der Antwort
- Gleiche Angaben an jeder Stelle
- Lesbare Website: Crawler, Bing und strukturierte Daten
- Selbsttest mit fünf Fragen an die KI
- Schwankungen und Grenzen des Einflusses
- Häufige Fragen
Keine Bestenliste, sondern öffentliche Quellen
Angenommen, eine Hausbesitzerin tippt in ChatGPT: „Wer ist der beste Zimmerer für einen Carport in Bruchsal?“ Sie bekommt eine Handvoll Namen, jeweils mit einem Satz Begründung. Viele Inhaber vermuten dahinter eine Rangliste, in die man sich eintragen kann. Die gibt es nicht. Kein KI-Assistent hat Ihre Baustellen gesehen oder mit Ihren Kunden gesprochen.
Ein KI-Assistent ist ein Programm, das Texte auswertet und daraus eine Antwort formuliert. Fragt jemand nach einem Anbieter vor Ort, sucht das Programm nach öffentlichen Texten über Betriebe in diesem Ort. Aus dem, was es findet, baut es die Antwort. Das Wort „bester“ versteht es dabei als Auftrag, nach Belegen für Qualität zu suchen: Wie viele Menschen haben den Betrieb bewertet, was schreiben sie, und passt die Leistung zur Frage.
Für lokale Betriebe sind drei Quellen entscheidend: die Bewertungen, das Google-Unternehmensprofil und die eigene Website. Bewertungen und Profil sind dabei der größere Hebel. Die Website kommt dazu, weil sie die Leistungen und Orte genauer beschreibt, als ein Profil es kann.
Die KI erfindet keine Anbieter, sie fasst zusammen, was über Betriebe geschrieben steht. Steht über Ihren Betrieb wenig oder Widersprüchliches im Netz, fehlt dem Assistenten der Stoff, um Sie zu nennen. Das hat mit der Qualität Ihrer Arbeit nichts zu tun.
Dass sich die Beschäftigung damit lohnt, zeigen zwei Befragungen. 67 Prozent der Menschen ab 16 Jahren in Deutschland nutzen generative KI zumindest hin und wieder (Bitkom Research, Pressemitteilung vom 05.05.2025, 1.005 Befragte). Und 50 Prozent der Internetnutzerinnen und Internetnutzer nutzen zumindest manchmal den Chat mit einer KI statt der klassischen Internetsuche (Bitkom, Pressemitteilung vom 20.11.2025, telefonische Befragung von 1.156 Personen ab 16 Jahren).
Der Weg von der Frage bis zum genannten Betrieb
Hinter jeder Antwort laufen in kurzer Zeit mehrere Schritte ab. Wer sie kennt, versteht, an welchen Stellen ein Betrieb herausfallen kann.
- Die Frage wird zerlegt. Aus „bester Zimmerer für einen Carport in Bruchsal“ werden Leistung (Carport, Holzbau), Ort (Bruchsal) und der Wunsch nach einer Auswahl mit Begründung.
- Der Assistent sucht. Er nutzt dafür einen Suchindex, also ein Verzeichnis aller bekannten Seiten im Netz. Die ChatGPT-Suche stützt sich stark auf den Index von Bing. Gemini und die KI-Übersichten von Google arbeiten mit dem Index und den Kartendaten von Google.
- Er liest die Treffer. Das übernimmt ein Crawler, ein Programm, das Seiten automatisch abruft. Darf der Crawler eine Seite nicht lesen, existiert sie für die Antwort nicht.
- Er vergleicht. Stimmen Leistung und Ort? Gibt es Bewertungen, und wovon handeln sie? Sagen mehrere Quellen dasselbe über den Betrieb?
- Er formuliert. Wenige Namen, je ein kurzer Grund. Wer in Schritt zwei bis vier nicht auftaucht, kann in Schritt fünf nicht vorkommen.
Für den Zimmerer aus dem Beispiel heißt das: Steht auf seiner Website nur „Holzbau aller Art“ und im Google-Profil kein Wort zu Carports, findet der Assistent in Schritt vier keinen Beleg, dass er der Richtige ist. Ein Wettbewerber mit einer eigenen Seite „Carport bauen lassen in Bruchsal“ und Bewertungen, in denen Kunden ihren Carport erwähnen, liefert diesen Beleg.
ChatGPT, Gemini und Google im Vergleich
Die drei Systeme arbeiten ähnlich, greifen aber auf unterschiedliche Datenbestände zu. Deshalb kann derselbe Betrieb bei Google gut dastehen und bei ChatGPT fehlen, oder umgekehrt.
| System | Grundlage | Folge für Ihren Betrieb |
|---|---|---|
| ChatGPT mit Suche | Stützt sich stark auf den Bing-Index. Gelesen wird mit dem Crawler OAI-SearchBot. | Ihre Website muss bei Bing bekannt sein und darf diesen Crawler nicht aussperren. |
| Gemini und „Ask Maps“ | Assistent von Google. In Google Maps beantwortet er Fragen aus Profilangaben, Bewertungen und der Website. | Ein vollständiges Google-Unternehmensprofil und aussagekräftige Bewertungen wirken hier direkt. |
| Google Suche mit KI-Übersicht | Normale Suchergebnisse, Karte mit Betrieben und darüber eine zusammenfassende Antwort. | Für „Leistung plus Ort“ hilft eine eigene, echte Seite je Leistung und je Ort. |
Quellen: Angaben der Anbieter zu ihren Crawlern, wiedergegeben im BEG-Prüfpunkte-Dokument, Stand 11.09.2026. Die Angaben zu „Ask Maps“ stammen aus demselben Dokument und wurden von uns nicht selbst nachgeprüft.
Ein Punkt wird oft verwechselt. Der bekannte Crawler GPTBot sammelt Texte für das Training der Modelle. Über die Sichtbarkeit in der ChatGPT-Suche entscheidet er nicht. Dafür ist OAI-SearchBot zuständig, bei Claude der Claude-SearchBot und bei Perplexity der PerplexityBot. Wer nur auf GPTBot achtet, übersieht die Sperre, auf die es ankommt.
Bewertungstexte als Rohstoff der Antwort
Sterne allein sagen einem KI-Assistenten wenig. Er arbeitet mit Sprache. Deshalb zählt, was in den Bewertungen steht. Zwei erdachte Beispiele zeigen den Unterschied:
- „Alles gut, gerne wieder.“
- „Unser Carport in Bruchsal-Heidelsheim stand pünktlich, die Zimmerleute haben sauber gearbeitet und den Bauantrag gleich mit erklärt.“
Über beide Bewertungen würde sich jeder Inhaber freuen. Die zweite nennt aber Leistung, Ort und einen Grund für die Zufriedenheit. Genau diese drei Dinge braucht der Assistent, um bei der Frage nach einem Carport in Bruchsal eine Verbindung herzustellen.
Vorschreiben dürfen Sie Ihren Kunden den Text nicht, und das sollten Sie auch nicht versuchen. Sie können aber im richtigen Moment fragen, wenn der Auftrag frisch ist und der Kunde noch weiß, was ihm gefallen hat. Wie ein solcher Ablauf aussieht und welche rechtlichen Regeln gelten, steht auf der Seite mehr echte Google-Bewertungen bekommen.
Auch Ihre Antworten auf Bewertungen sind öffentlicher Text. Wer dort sachlich schreibt, was gemacht wurde, liefert weitere Belege: „Danke, die Aufstockung in Forst war auch für uns ein schönes Projekt.“
Wo steht Ihr Betrieb bei Google und in der KI?
Wir prüfen typische Kundensuchen für Ihren Betrieb: bei Google, in Google Maps und in KI-Assistenten. Kostenlos und unverbindlich.
Kostenlosen Sichtbarkeits-Check startenGleiche Angaben an jeder Stelle
Ein Assistent vertraut einer Angabe eher, wenn mehrere Quellen sie bestätigen. Widersprüche kosten Nennungen. Typische Widersprüche sehen so aus:
- Auf der Website steht die neue Adresse im Gewerbegebiet, im Google-Profil noch die alte Werkstatt im Wohnhaus.
- Im Branchenverzeichnis steht die Mobilnummer des Seniors, auf dem Firmenwagen die Büronummer.
- Der Betrieb heißt im Impressum „Holzbau Muster GmbH“, bei Google „Zimmerei und Dachdeckerei Muster“ und bei einem Portal „Muster Bedachungen“.
- Die Website nennt als Einzugsgebiet „die ganze Region“, das Profil listet vier Orte, von denen zwei gar nicht mehr angefahren werden.
Für einen Menschen ist klar, dass es sich um denselben Betrieb handelt. Ein Programm ist sich da nicht sicher und nimmt im Zweifel den Betrieb, bei dem alles zusammenpasst. Legen Sie deshalb einmal fest, wie Name, Adresse, Telefonnummer, Einzugsgebiet und Leistungen lauten, und tragen Sie genau diese Fassung überall ein.
Das Einzugsgebiet gehört als Liste echter Orte auf die Website. „Großraum Karlsruhe“ lässt sich nicht zitieren. „Bruchsal, Forst, Karlsdorf-Neuthard, Ubstadt-Weiher und Bretten“ schon. Am gründlichsten pflegen Sie diese Angaben im Profil selbst. Die einzelnen Felder erklärt die Seite Google-Unternehmensprofil optimieren.
Lesbare Website: Crawler, Bing und strukturierte Daten
Die beste Leistungsseite nützt nichts, wenn die Suchsysteme sie nicht lesen können. Drei Dinge lassen sich prüfen.
Crawler nicht aussperren
In der Datei robots.txt legt eine Website fest, welche Crawler welche Bereiche abrufen dürfen. Manche Baukästen, Erweiterungen und Hoster sperren KI-Crawler mit einem einzigen Schalter, oft ohne dass der Inhaber davon weiß. Prüfen Sie, ob OAI-SearchBot, Claude-SearchBot, PerplexityBot, der Bingbot und der Googlebot Ihre Seiten lesen dürfen.
Bei Bing angemeldet sein
Viele Betriebe kümmern sich nur um Google. Weil sich die ChatGPT-Suche stark auf den Bing-Index stützt, sollte Ihre Website auch dort bekannt sein. Das geschieht über die Bing Webmaster Tools, ein kostenloses Werkzeug von Microsoft, in dem Sie Ihre Seitenübersicht einreichen.
Strukturierte Daten einbauen
Strukturierte Daten sind Angaben im Quelltext einer Seite, die Maschinen ohne Raten auslesen können: Name, Adresse, Leistung, Einzugsgebiet, Fragen und Antworten. Sie machen eine Seite maschinenlesbar. Ob sie zu mehr Nennungen in KI-Antworten führen, ist plausibel, aber nicht belegt. Wir sehen sie deshalb als sinnvollen Baustein, nicht als Haupthebel.
Häufig wird außerdem eine Datei namens llms.txt empfohlen. Ein belegter Effekt auf Nennungen ist uns nicht bekannt. Die Zeit ist bei Bewertungen und Profil besser angelegt.
Selbsttest mit fünf Fragen an die KI
Sie können in einer Viertelstunde selbst prüfen, wie Ihr Betrieb dasteht. Öffnen Sie ChatGPT und Gemini in einem privaten Browserfenster, damit frühere Suchen das Ergebnis nicht färben. Stellen Sie zwei Arten von Fragen.
Fragen ohne Ihren Namen zeigen, ob Sie empfohlen werden:
- „Welchen Zimmerer empfiehlst du für einen Carport in Bruchsal? Nenne Betriebe mit Begründung.“
- „Unser Dachstuhl in Bretten muss saniert werden. Wen kann ich anrufen?“
- „Wer baut in Karlsdorf-Neuthard Terrassenüberdachungen aus Holz?“
Fragen mit Ihrem Namen zeigen, ob die KI Ihren Betrieb überhaupt kennt:
- „Was weißt du über die Zimmerei Muster in Bruchsal?“
- „Welche Leistungen und welches Einzugsgebiet hat die Zimmerei Muster, und was sagen Bewertungen?“
Ersetzen Sie Gewerk, Ort und Namen durch Ihre eigenen. Notieren Sie je Frage, ob Ihr Betrieb genannt wird, an welcher Stelle und welche Betriebe sonst auftauchen. Fragen Sie nach: „Auf welche Quellen stützt du dich?“ Die Antwort verrät, welche Seiten der Assistent gelesen hat. Wiederholen Sie eine Frage, in der Sie genannt wurden, ein zweites Mal. Erst wenn Ihr Name wieder fällt, ist es mehr als Zufall.
Wenn Sie das nicht selbst machen möchten: Im kostenlosen Sichtbarkeits-Check stellen wir solche Fragen für Ihren Betrieb und halten fest, wer stattdessen genannt wird.
Schwankungen und Grenzen des Einflusses
Zwei Dinge sollten Sie wissen, bevor Sie Zeit oder Geld einsetzen.
Erstens schwanken die Antworten. Dieselbe Frage kann morgen andere Namen liefern als heute, und am Handy in Bretten andere als am Rechner in Bruchsal. Welche Quellen ein Assistent bevorzugt, kann sich mit jeder neuen Modellversion ändern. Einzelne Treffer oder Fehlstellen sagen deshalb wenig. Aussagekräftig wird es erst, wenn Sie dieselben Fragen über einen längeren Zeitraum wiederholen.
Zweitens legt kein Dienstleister fest, wen eine KI nennt. Das entscheiden die Anbieter der Systeme. Beeinflussen lässt sich nur die Grundlage: vollständiges Profil, echte Bewertungen, klare Seiten, gleiche Angaben, lesbare Technik. Wer Ihnen eine feste Position in ChatGPT verspricht, verspricht etwas, das er nicht in der Hand hat.
Aus dem zweiten Punkt folgt eine einfache Arbeitsweise: breit aufstellen und messen. Dieselben Fakten stehen an mehreren Stellen, und Sie prüfen in Abständen mit denselben Fragen, ob sich etwas bewegt. Weil Bewertungen der langsamste Baustein sind, lohnt es sich, damit zu beginnen.
Häufige Fragen
Kann ich mich bei ChatGPT als Betrieb eintragen?
Nein, ein Verzeichnis zum Eintragen gibt es bei ChatGPT nicht. Der Assistent stützt sich auf öffentliche Quellen im Netz. Sie sorgen deshalb dafür, dass Ihre Website bei Bing bekannt ist, dass der Crawler OAI-SearchBot sie lesen darf und dass Bewertungen, Google-Profil und Website dieselben Angaben zu Ihrem Betrieb enthalten.
Warum nennt die KI einen Wettbewerber, obwohl mein Betrieb länger am Markt ist?
Erfahrung zählt für einen KI-Assistenten nur, wenn sie irgendwo geschrieben steht. Hat der Wettbewerber mehr und ausführlichere Bewertungen, eine eigene Seite für die gefragte Leistung und ein vollständiges Google-Profil, findet der Assistent dort mehr Belege. Das sagt nichts über die Qualität der Arbeit, sondern über die Menge an lesbaren Informationen.
Reicht ein gutes Google-Profil, um auch in ChatGPT genannt zu werden?
Es ist die wichtigste Grundlage, aber nicht alles. Die ChatGPT-Suche stützt sich stark auf den Bing-Index. Deshalb sollte auch Ihre Website dort bekannt sein und Leistungen, Orte und Kontaktdaten klar nennen. Profil, Bewertungen und Website zusammen ergeben das Bild, das ein Assistent von Ihrem Betrieb hat.
Muss ich den GPTBot auf meiner Website erlauben?
Für die Sichtbarkeit in der ChatGPT-Suche ist der GPTBot nicht entscheidend. Er sammelt Texte für das Training der Modelle. Über die Suche entscheidet der Crawler OAI-SearchBot. Bei Claude ist es der Claude-SearchBot, bei Perplexity der PerplexityBot. Diese Such-Crawler sollten Ihre Seiten lesen dürfen.
Helfen strukturierte Daten dabei, von der KI empfohlen zu werden?
Strukturierte Daten machen eine Seite maschinenlesbar. Name, Adresse, Leistungen und Einzugsgebiet lassen sich damit ohne Raten auslesen. Dass sie zu mehr Nennungen führen, ist plausibel, aber nicht belegt. Wir bauen sie ein, weil sie wenig Aufwand bedeuten und nicht schaden. Der größere Hebel bleiben Bewertungen und das Google-Unternehmensprofil.
Wie oft sollte ich prüfen, ob die KI meinen Betrieb nennt?
Wichtiger als die Häufigkeit ist die Vergleichbarkeit. Legen Sie fünf feste Fragen an, stellen Sie sie immer in einem privaten Browserfenster und notieren Sie die Ergebnisse mit Datum. So erkennen Sie eine Entwicklung. Eine einzelne Abfrage ist eine Momentaufnahme und kann am nächsten Tag anders ausfallen.
Kostenloser Sichtbarkeits-Check für Ihren Betrieb
Wir prüfen, wo Ihr Betrieb bei typischen Kundensuchen bei Google, in Google Maps und in der KI steht, und wer stattdessen vorn steht.
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Die BEG Solutions GmbH aus Bruchsal macht Handwerksbetriebe und lokale Dienstleister bei Google, in Google Maps und in KI-Antworten sichtbar. Mehr über uns